ChatGPT kostenlos nutzen: Umfang, Grenzen und Werbung

Ja, Sie können ChatGPT kostenlos nutzen, auf chatgpt.com im Browser oder in der offiziellen App von OpenAI. Der kostenlose Tarif reicht für Fragen, Erklärungen und Briefe, hat aber Grenzen: Sie können zum Beispiel höchstens drei Fotos oder Dateien am Tag hochladen. Seit dem 24.08.2026 kann dort auch in Deutschland Werbung erscheinen. Ein Bezahltarif ist freiwillig.

Was der kostenlose Tarif umfasst

Laut OpenAI gehört zum kostenlosen Tarif (Stand: Oktober 2026):

  • Textgespräche: laut Preisseite unbegrenzt, im Rahmen der Regeln gegen Missbrauch.
  • Suche im Internet: ChatGPT kann aktuelle Informationen nachschlagen.
  • Fotos und Dateien: bis zu drei am Tag hochladen, Fotos und Dokumente zusammengerechnet. Zu Stoßzeiten kann OpenAI diese Grenze senken. Audiodateien lassen sich im kostenlosen Tarif nicht hochladen.
  • Sprachgespräche, Bilder erstellen, ausführliche Recherchen: möglich, aber begrenzt.
  • Gedächtnis: begrenzt. Die Bezahltarife merken sich mehr.

Stoßen Sie an die Grenze für Fotos und Dateien, können Sie den Text eines Briefes auch abtippen oder hineinkopieren, statt ein Foto zu schicken. Zum Ausprobieren brauchen Sie laut Verbraucherzentrale in der Regel keine kostenpflichtige Version.

ChatGPT ohne Anmeldung nutzen

Ja. In Deutschland und anderen unterstützten Ländern können Sie chatgpt.com öffnen und ohne Konto losschreiben. OpenAI weist allerdings darauf hin, dass der Zugang je nach Ort oder Netzwerk unterschiedlich sein kann. Ohne Konto gilt:

  • Sie führen nur ein Gespräch zur Zeit.
  • Ihre Gespräche werden nicht in einem Verlauf gespeichert.
  • Ein Gespräch, das Sie verlassen, können Sie später nicht fortsetzen.

Mit einem kostenlosen Konto bleiben Ihre Gespräche erhalten, und Sie können sie später wieder öffnen. Die Anmeldung kostet nichts und dauert wenige Minuten: ChatGPT anmelden, Schritt für Schritt.

Werbung im kostenlosen Tarif erkennen

Seit dem 24.08.2026 blendet OpenAI auch in Deutschland bezahlte Anzeigen in ChatGPT ein, berichtet die Verbraucherzentrale. Betroffen sind der kostenlose Tarif und Go. Plus, Pro und die Tarife für Unternehmen und Bildungseinrichtungen bleiben laut OpenAI werbefrei, ebenso Konten, die OpenAI Personen unter 18 Jahren zuordnet.

So erkennen Sie eine Anzeige:

  • Sie erscheint unter einer Antwort und ist von ihr getrennt. Beim Erstellen von Bildern testet OpenAI außerdem Anzeigen, die während der Wartezeit erscheinen.
  • Sie ist mit „Gesponsert“ oder „Anzeige“ gekennzeichnet.

Eine Anzeige ist bezahlte Werbung, keine Empfehlung von ChatGPT. Die Verbraucherzentrale rät, jede Antwort kritisch zu hinterfragen, besonders vor einer Kaufentscheidung, und Preise und Produktangaben über unabhängige Quellen wie Testberichte oder mehrere Vergleichsseiten zu prüfen. Laut der Hilfe von OpenAI zu Anzeigen erscheinen in temporären Chats keine Anzeigen, ebenso wenig bei Gesprächen über sensible Themen wie Gesundheit oder Politik. Personalisierte Werbung gibt es im Europäischen Wirtschaftsraum vorerst nicht (Stand: Oktober 2026). Welche Anzeige Sie sehen, kann aber vom Inhalt des laufenden Gesprächs abhängen.

Wer keine Werbung sehen möchte, hat zwei Möglichkeiten: einen werbefreien Tarif wie Plus oder, im kostenlosen Tarif, die werbefreie Variante. Diese schalten Sie unter „Einstellungen“ und „Werbeeinstellungen“ ein. Dafür gelten strengere Grenzen, zum Beispiel weniger Nachrichten am Tag und kein Erstellen von Bildern. Die Verfügbarkeit kann je nach Region unterschiedlich sein und sich ändern.

Was die Bezahltarife kosten

Neben dem kostenlosen Tarif bietet OpenAI drei Bezahltarife für Privatleute an. Im App Store gelten diese Monatspreise (Stand: Oktober 2026):

  • Go für 7,99 €: alles aus dem kostenlosen Tarif, mit höheren Grenzen für das Hochladen von Dateien, das Erstellen von Bildern und Datenanalysen sowie einem längeren Gedächtnis. Werbung kann auch hier erscheinen.
  • Plus für 22,99 €: großzügigere Grenzen als im kostenlosen Tarif und keine Werbung.
  • Pro ab 102,99 €: für sehr intensive Nutzung, in mehreren Stufen.

Auf der Website richtet sich der Preis nach Ihrem Land und kann vom Preis im App Store abweichen. Den aktuellen Preis zeigt die Preisseite von OpenAI. Abgerechnet wird monatlich. Schließen Sie ein Abo nur an einer Stelle ab, auf der Website oder in der App, damit Sie nicht doppelt zahlen.

Lohnt sich das? Für den Einstieg meist nicht. Nutzen Sie den kostenlosen Tarif einige Wochen und achten Sie darauf, ob Sie immer wieder an dieselbe Grenze stoßen. Mehr Fotos und Dateien hochladen können Sie schon mit Go. Werbefrei ohne zusätzliche Einschränkungen wird es erst ab Plus.

Vorsicht vor Nachahmer-Seiten und falschen Apps

Wer nach „ChatGPT kostenlos“ sucht, landet schnell auf Seiten anderer Firmen, die mit „ChatGPT kostenlos ohne Anmeldung“ oder „ChatGPT Deutsch“ werben. Diese Angebote stammen nicht von OpenAI. Was Sie dort eintippen, geht an eine andere Firma mit eigenen Regeln. Bezahlen Sie dort etwas, erhält ebenfalls diese Firma das Geld. So kommen Sie zur echten Version:

  • Im Browser: Geben Sie chatgpt.com selbst in die Adresszeile ein.
  • Auf dem iPhone: Wählen Sie im App Store die App „ChatGPT“ mit dem Entwickler OpenAI OpCo, LLC.
  • Auf Android-Geräten: Wählen Sie bei Google Play die App „ChatGPT“ mit dem Anbieter OpenAI.

Bekommen Sie eine SMS oder E-Mail, die „ChatGPT gratis“ mit einem Link verspricht, behandeln Sie sie wie jede unerwartete Nachricht. Wie Sie so etwas in Ruhe prüfen, zeigt Betrug erkennen mit ChatGPT.

Datenschutz: was Sie selbst einstellen können

Auch im kostenlosen Tarif landen Ihre Eingaben bei OpenAI. Die Verbraucherzentrale empfiehlt in ihrem Überblick über KI-Chatbots, keine persönlichen und sensiblen Daten einzugeben. Dazu gehören etwa Passwörter, Kontodaten, Gesundheitsangaben, Namen und Adressen. Zwei Einstellungen helfen zusätzlich:

  1. Training abschalten: Standardmäßig können Ihre Gespräche zum Training der KI verwendet werden. Wer das nicht möchte, muss laut Verbraucherzentrale aktiv widersprechen. Am Computer klicken Sie auf Ihr Profilsymbol und dann auf „Einstellungen“ und „Datenkontrollen“. In der App öffnen Sie die Seitenleiste, tippen auf Ihr Profilsymbol und wählen „Datenkontrollen“. Dort schalten Sie die Option „Das Modell für alle verbessern“ aus (englisch: Settings > Data controls > Improve the model for everyone). Ohne Konto erreichen Sie die Einstellungen über das Fragezeichen-Symbol unten rechts. Die Option gilt dann nur für diesen Browser.
  2. Temporärer Chat: Für eine einzelne, private Frage öffnen Sie einen neuen Chat und wählen vor der ersten Nachricht die Option für einen temporären Chat (englisch: Temporary). Er erscheint nicht im Verlauf, wird nicht zum Training genutzt und erzeugt keine Erinnerungen. Aus Sicherheitsgründen kann OpenAI ihn bis zu 30 Tage aufbewahren.

Die Einzelheiten beschreibt OpenAI in seiner Hilfe zu den Datenkontrollen.

Kostenlos weiterlernen

Einen ruhigen Überblick über alles Weitere gibt ChatGPT für Senioren und Anfänger. Wer die ersten Schritte lieber angeleitet übt: Die Lektion ChatGPT öffnen und ein Konto anlegen aus dem kostenlosen Kurs ChatGPT von Null ist ohne Anmeldung lesbar. Weitere Anleitungen sammelt der Bereich KI-Grundlagen.

Häufige Fragen

Kostet die ChatGPT-App etwas?

Nein, das Herunterladen ist kostenlos. In der App können Sie Bezahltarife abschließen, müssen es aber nicht.

Wie kündige ich einen Bezahltarif wieder?

Dort, wo Sie ihn abgeschlossen haben. Auf dem iPhone öffnen Sie die Einstellungen, tippen auf Ihren Namen und dann auf „Abonnements“, wählen das Abo aus und tippen auf „Abo kündigen“. Bei Google Play öffnen Sie die Übersicht Ihrer Abos, wählen ChatGPT aus und tippen auf „Abo kündigen“. Ein Abo von der Website beenden Sie in Ihrem ChatGPT-Konto. Das Löschen der App kündigt kein Abo, darauf weist etwa Google ausdrücklich hin.

Gibt es andere kostenlose KI-Chatbots?

Ja, zum Beispiel Gemini von Google unter gemini.google.com und Microsoft Copilot unter copilot.com, für den Sie ein kostenloses Microsoft-Konto brauchen. Beide bieten ebenfalls Bezahltarife an. Die Verbraucherzentrale stellt die drei Programme in ihrem Überblick über KI-Chatbots vor.

Weitere hilfreiche Ratgeber

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